Urbane Landwirtschaft – eine Alternative für Nordrhein Westfalen?

Mit „Szenarien der Urbanen Landwirtschaft“ und den damit verbundenen Optionen für die Stadt- und Landschaftsentwicklung in NRW setzte sich ein interdisziplinärer Studierendenworkshop des KollegStadtNRW vom 06.-09.06.2011 auseinander. Der Workshop, an dem sich Studierende und Mitarbeiter/innen verschiedener Fachrichtungen und Lehrstühle – darunter Agrarwirtschaft, Städtebau oder Kulturwissenschaften – der Bergischen Universität Wuppertal, der FH Südwestfalen, der Universität Bonn, der RWTH Aachen und der TU Dortmund beteiligten, fand im Rahmen der Ausstellung „PostOilCity“ des M:AI in der Kraftzentrale Alsdorf statt. Die Ausstellung zur Zukunft der Stadt wurde dort mit einem spezifischen Schwerpunkt auf dem Thema „Urbane Landwirtschaft“ inszeniert; die studentischen Arbeitsergebnisse fanden im Anschluss an den Workshop Eingang in das Konzept.

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Die Studierenden arbeiteten in disziplinübergreifenden Teams an den Entwürfen, die sich auf die Horbacher Börde bei Aachen bezogen und auf den dort bereits vorhandenen Strukturen – dem Nebeneinander von Siedlungen und landwirtschaftlich genutzten Flächen, dem Pferdelandpark im deutsch-niederländischen Grenzgebiet und dem Gewerbegebiet Avantis – aufbauen sollten. Im Rahmen einer Exkursion in das Entwurfsgebiet am ersten Workshoptag bestand die Möglichkeit, persönliche Eindrücke zu sammeln und mit unmittelbar Projektbeteiligten – mit einem Landwirt genauso wie mit städtischen Vertretern und einem Vertreter der Landwirtschaftskammer – zu sprechen. Die im Rahmen der Begehung und Befragung aufgezeigten unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse der Beteiligten schlugen sich auch in den im Workshop erarbeiteten Entwürfen nieder: Es wurde häufig ein Schwerpunkt auf Möglichkeiten der Vermittlung von Wissen über die Landwirtschaft gelegt, um potentielle Spannungen zwischen Anwohnern, Besuchern und Landwirten abzubauen. Weiterhin wurden von den Studierenden Vorschläge erarbeitet, wie der bereits vorhandene Windpark erweitert, alternative Energien stärker genutzt, oder Ansätze von Vertical Farming im Projektgebiet umgesetzt werden könnten. Gleichermaßen wurden Ideen entwickelt, wie das internationale Umfeld der Horbacher Börde in Projekten urbaner Landwirtschaft aufgehen oder das touristische Potential des Gebiets weiter erschlossen werden könnte.

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Der Workshop mündete in ein Symposium zur Urbanen Landwirtschaft, in dessen Rahmen verschiedene Beispiele für gelungene Projekte in NRW und darüber hinaus vorgestellt wurden. Im Rahmen der Abschlussdiskussion wurden Perspektiven und Prognosen für die Zukunft weiter vertieft. Fester Bestandteil des Symposiums war ein Gallery Walk, in dessen Rahmen die im Workshop entstandenen studentischen Entwürfe präsentiert und diskutiert wurden.

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